Kinder haben Sehstoerungen, weil sie zu wenig trinken
Arzt empfiehlt Grundschülern einen Liter pro Tag
GÖTTINGEN (pid/ug). Immer mehr Schulkinder leiden an Sehstörungen, weil sie zu wenig trinken und morgens nicht frühstücken. Auf diese Entwicklung haben jetzt Göttinger Ärzte hingewiesen.
"Immer häufiger kommen Schüler mit unklaren Sehbeschwerden in unsere Praxis", berichtet der Göttinger Augenarzt und Vorsitzende der Bürgerstiftung Göttingen Dr. Peter Cordes. Die augenärztlichen Untersuchungen seien jedoch meist unauffällig, so Cordes: "Diese Kinder brauchen keine Brille, aber sie sehen schlecht."
Sobald man nach der Ernährung frage, werde der Grund für die Sehschwäche deutlich: Die meisten Kinder trinken morgens nichts. Das sei eine Erfahrung, die er sehr häufig in seiner Praxis mache, sagte der Göttinger Ophthalmologe im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".
Eine Studie des Paderborner Ernährungswissenschaftlers Professor Helmut Heseker hat ergeben, daß 30 Prozent der Schüler von Haupt- und Realschulen ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr am Unterricht teilnehmen. Dies habe gravierende Folgen, so Cordes. Nicht nur die Leistungsfähigkeit der Kinder sinke, auch neurologische Beschwerden wie Schwindel sowie Hör- und Sehstörungen könnten auftreten.
Sobald die Kinder täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich nähmen, verschwänden die Beschwerden schnell wieder, hat Cordes festgestellt. Grundschüler der ersten Klasse sollten pro Tag zwischen 800 und 1000 Milliliter trinken, Jugendliche in der Pubertät 1,5 Liter, empfiehlt der Mediziner.
Daß viele Kinder nicht genug trinken, liege meist am Verhalten der Eltern, so Cordes. Diese hätten oft verlernt, was zur guten Ernährung gehört. Oft gebe es zu Hause auch kein gemeinsames Frühstück, viele Kinder seien auf sich allein gestellt.
Die Bürgerstiftung Göttingen, die Cordes gegründet hat und in der auch viele Ärzte engagiert sind, will dieser Entwicklung etwas entgegensetzen. Im vergangenen Jahr hat sie vier Hauptschulen und Schulzentren mit Wasserautomaten ausgestattet. Dieses Angebot hätten bereits 60 Prozent aller Kinder genutzt, sagt Cordes.
Außerdem gibt es eine Initiative von Göttinger Kinderärzten. Diese wollen verstärkt in die Kindergärten gehen und Eltern beraten, wie sie für eine gesunde Ernährung ihrer Kindern sorgen können.
Weitere Informationen zum Thema Trinken finden Sie auch im Internet unter www.forum-trinkwasser.de
Quelle: Ärzte Zeitung, 15.09.2006
Amt muß Behinderten Fahrt zur Schule komplett zahlen
Sozialhilfeempfänger müssen keinen Eigenanteil leistenBAUTZEN (ddp). Sozialhilfeträger müssen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen den Eigenanteil der Fahrtkosten für behinderte Schüler übernehmen. Im Zusammenhang mit der Eingliederungshilfe bestehe ein sozialhilferechtlicher Anspruch auf Übernahme des Eigenanteils. Auch Behinderte, die Sozialhilfe beziehen, hätten Anspruch auf eine angemessene Schulbildung.
Eine hochgradig schwerhörige Schülerin hatte geklagt. Sie muß täglich zu einer Schule für Schwerhörige nach Chemnitz fahren, die 40 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt liegt. Wegen ihrer Behinderung kann sie keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen und muß mit einem Sammeltaxi zur Schule gebracht und abgeholt werden. Nach der Schülerbeförderungssatzung der Stadt Chemnitz beträgt der Eigenanteil maximal 920 Euro im Schuljahr.
Der Landkreis Mittweida lehnte eine Erstattung des Eigenanteils ab. Wenn es an einer wohnortnahen Schule fehle, so daß Fahrten zu einer entfernt gelegenen Schule erforderlich seien, handele es sich bei den Kosten um einen behinderungsbedingten Aufwand, der von der Sozialhilfe zu übernehmen sei. Dieser Mehraufwand werde dem Betroffenen durch seine Behinderung aufgezwungen, urteilte das Gericht. Deshalb sei er Teil der sozialhilferechtlichen Eingliederung.
Oberverwaltungsgericht Bautzen, Az.: 4 B 72/06
Ärzte Zeitung, 11.09.2006
Neue Begutachtungs-Richtlinien für die Pflegeversicherung
Für die Begutachtung von Pflegebedürftigen, die Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung geltend machen, gelten seit dem 1. September neue Richtlinien: Sie sollen den Gutachtern der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) künftig ein noch präziseres Vorgehen ermöglichen. Auch für Hausärzte sind sie relevant, die oft von Patienten um Atteste wegen einer Höherstufung gebeten werden.Die Richtlinien wie auch die Begutachtungspraxis des MDK sind seit Bestehen der Pflegeversicherung in der Kritik - anfangs vor allem wegen der teilweise drastischen regionalen Unterschiede bei den Gutachter-Empfehlungen.
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Bundesverband kritisiert Hormonbehandlung
Die körperlich und geistig behinderte Ashley (9 Jahre) ist seit ihrer Geburt unverhältnismäßig schnell gewachsen. Auf Bitten der Eltern wurde das Mädchen ab dem 6. Lebensjahr mit Hormonen behandelt, da sie befürchteten Ashley bald nicht mehr pflegen zu können. Das Mädchen hat einen geistigen Entwicklungsstand von 3 Monaten und kann sich nicht selbständig bewegen.Im Sommer 2004 wurden Ashley die Gebärmutter und die Brüste entfernt und die Östrogenbehandlung hat das Wachstum gebremst. Nach Bekanntwerden haben sich die Eltern jetzt an die Öfentlichkeit gewandt und ihr Vorgehen erklärt. Durch die Gebärmutteroperation bleibt Ashley erspart, unter Monatsblutungen und Schmerzen leiden zu müssen. Die familienbedingt großen Brüste habe man durch die Entfernung der Brustwarzen vermeiden können.
"So etwas wäre in Deutschland ethisch und praktisch undenkbar", sagt Dr. Dirk Schnabel, Oberarzt der pädiatrischen Endokrinologie von der Berliner Charité zum Magazin "Spiegel online".
Auch der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte kritisiert das Vorgehen: "Das ist nicht der richtige Weg", so der Geschäftsführer des Verbandes, Norbert Müller-Fehling, im Berliner "Tagesspiegel". "Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man einen Arzt findet, der so etwas mitmacht."
Zwar werden auch in Deutschland Behinderungen mit Hormonen behandelt. "Aber das muss medizinisch indiziert sein", sagte Müller-Fehling.
Der Beginn einer neuen Freundschaft
- Audi und Best Buddies verkünden internationale Partnerschaft
- Best Buddies engagiert sich für die Integration von Behinderten
- erstes Audi RSs 4 Friendship Car für Superbowl-Star Tom Brady
Audi und Best Buddies International arbeiten ab sofort eng zusammen. Best Buddies ist eine gemeinnützige Organisation, die persönliche Freundschaften zwischen geistig Behinderten und Nichtbehinderten sowie integrierte Beschäftigung für geistig Behinderte vermittelt. Audi wird exklusiver Automobilsponsor auf dem amerikanischen Kontinent für die nächsten fünf Jahre und unterstützt zahlreiche Projekte und Benefizveranstaltungen in Europa und weltweit.
Offizieller Start der Kooperation war die feierliche Einführung des Audi RS 4 Friendship Car, dessen ausgefallene Bemalung von dem weltbekannten Neopop-Künstler Romero Britto entworfenen wurde. Tom Brady, Förderer von Best Buddies und Star-Quarterback des Football-Clubs New England Patriots, erhielt als erster ein Audi RS 4 Friendship Car. Die Übergabe erfolgte am 21. Mai 2007 im Rahmen eines exklusiven Cocktailempfangs in Louis Bostons „Restaurant l“ in der Newberry Street, Boston. Das im April auf der Art Chicago vorgestellte Fahrzeug geht auf eine Tournee durch die faszinierendsten Metropolen der Welt, von New York über London bis Mexiko Stadt. Krönender Abschluss der Reise ist eine Versteigerung zugunsten von Best Buddies in Miami.
„Best Buddies überzeugt mich vor allem durch die Schlichtheit – und die größe der Aufgabe, die sich diese Leute gesetzt haben“, so der Sportstar. „Freundschaft ist ein einfacher Gedanke. Die Verbindung zwischen Menschen herzustellen, die normalerweise keine Freunde wären, und die Art und Weise zu verändern, wie geistig Behinderte wahrgenommen werden. Das ist gigantisch. Ich freue mich über Förderer wie Audi, die es dieser unglaublichen Organisation mit Initiativen wie dem Audi RS 4 Friendship Car ermöglichen, weiter zu wachsen.“
Best Buddies International
Best Buddies ist die weltweit größte Organisation, die sich ausschließlich damit befasst, die Lebensqualität von Menschen mit geistigen Behinderungen durch die Vermittlung persönlicher Freundschaften zu Nichtbehinderten und integrierter Beschäftigung zu verbessern. Die 1989 von Anthony Kennedy Shriver gegründete Vereinigung ist mittlerweile an über 1300 Schulen und Universitäten in den Vereinigten Staaten und weltweit vertreten. Best-Buddies-Programme gibt es in allen 50 amerikanischen Bundesstaaten. Unter Schirmherrschaft der Organisation laufen internationale Programme auf sechs Kontinenten. Weitere Länderprogramme sind in der Vorbereitung. Mehr als 350.000 Personen profitieren von den sechs offiziellen Programmen – Best Buddies Middle Schools, High Schools, Colleges, Citizens, E-buddies und jobs.
Weitere Informationen finden sie unter www.bestbuddies.org.
Die neue Partnerschaft von Audi und Best Buddies fällt mit dem Ausbau des Best-Buddies-Programms in Deutschland und seinen Nachbarländern zusammen. Seit der Gründung im Jahr 2005 hat sich Best Buddies Germany als überzeugende Bereicherung der zunehmenden Präsenz von Best Buddies International erwiesen. Vom Berliner Hauptquartier aus werden die Freundschaftsprogramme gegenwärtig auf Hamburg, München und Nürnberg ausgedehnt.
Quelle: Audi Mediaservice
Mit manueller Medizin Kinder heilen
Heilen mit den Händen - Esoterik? Ganz im Gegenteil. Seit Tausenden von Jahren wird im Fernen Osten die manuelle Medizin angewandt. Im Laufe der Jahre haben sich daraus die verschiedensten Therapiemöglichkeiten entwickelt, welche nun nach und nach auch bei uns Einzug halten.Die bekannteste Therapieform ist dabei die Massage. Eltern, deren Kinder einen Schiefhals haben, versuchen es mit Osteopathie. Mit Chirotherapie lassen sich z.B. wunderpaar Muskelverspannungen lösen. Es gibt aber auch noch andere, wie beispielsweise Reiki, Shiatsu oder Tuina. Leider haben die Krankenkassen noch nicht die Wirksamkeit aller Formen anerkannt, so dass man noch oft die anfallenden Kosten selbst tragen muss.
Auch eltern können mit ganz einfacher Babymassage ihr Kind verwöhnen. Untersuchungen haben ergeben, dass Frühchen Entwicklungsrückstände besser ausgleichen können, wenn sie sanft massiert wurden. Und sollte ihr Baby mal nicht einschlafen wollen, helfen Massagen Wunder. In der aktuellen Ausgabe von "Baby und Familie" können sie sich zeigen lassen, wie das genau funktioniert.
Rechtsanspruch auf Krippenplatz
Endlich ein Durchbruch der Koalition beim Streit um die Kinderbetreuung. Ab 2013 soll es einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz geben und die Zahl der Krippenplätze soll verdreifacht werden.
An den Personal- und Sachkosten werde sich der Bund dauerhaft beteiligen. Von den veranschlagten 12 Milliarden Euro Kosten für den Ausbau der Kleinkindbetreuung will der Bund 4 Milliarden tragen. Den Rest sollen sich Kommunen und Länder teilen.
Zelltransfer zwischen Mutter und Kind entdeckt
Wie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Healthy Leaving berichtet ist die Verbindung zwischen Mutter und Kind doch stärker als bisher angenommen.Forscher fanden heraus, dass Frauen lebenslang Zellen ihrer Kinder in sich tragen. Trotz zweier von einander unabhängiger Blutkreisläufe gelingt es vielen Zellen, vom Körper der Schwangeren in den Körper der werdenden Kinder zu gelangen und auch dort zu bleiben.
Diese neuen Erkenntnisse lösten eine regelrechte Euphorie bei den Medizinern aus. Der Zelltransfer-Mechanismus könnte helfen schon in naher Zukunft viele chronische Krankheiten zu heilen. Man könnte kranke oder zerstörte Zellen einfach ersetzen und so Krankheiten wie Alzheimer, Rheuma oder auch Krebs heilen.
Vor kurzem entdeckte die amerikanische Medizinerin Lee Nelson bei einem zuckerkranken Jungen insulinproduzierende Zellen der Mutter. diese hatten sich im Körper des Kindes vermehrt und so geholfen, die Krankheit einzudämmen.
